Calcium-Magnesium-Verhältnis: Was es über Blutzucker, Stress und Lebensstil verrät
Was das Calcium-Magnesium-Verhältnis über Blutzucker, Stress und Lebensstil verrät, warum es aus dem Lot gerät und wie du es wieder ins Gleichgewicht bringst.
Calcium und Magnesium gehören zu den beruhigenden Mineralien. Sie dämpfen das Nervensystem und arbeiten eng zusammen: Magnesium hilft dabei, dass Calcium gelöst bleibt und der Körper es verwerten kann. In der Haarmineralanalyse bilden beide das Calcium-Magnesium-Verhältnis, auch Blutzucker- oder Lifestyle-Verhältnis genannt. Es zeigt, wie gut dein Körper mit Kohlenhydraten zurechtkommt und wie Stress und Lebensumstände auf ihn wirken. Ist es aus dem Lot, hilft es wenig, einfach Calcium oder Magnesium einzunehmen. Entscheidend ist das Verhältnis.
Was Calcium und Magnesium im Körper tun
Calcium macht die Knochen stabil, steuert Muskeln und Nerven und regelt, wie durchlässig die Zellwände sind. Es bremst das sympathische Nervensystem, also den Teil, der dich bei Stress hochfährt. Calcium wirkt deshalb wie ein Puffer: Du reagierst weniger empfindlich auf Belastungen. Ist zu viel Calcium im Gewebe, werden die Zellwände allerdings zu dicht.
Magnesium braucht der Körper für tausende Enzyme, darunter die meisten im Zuckerstoffwechsel. Es entspannt Muskeln und Nerven. Und es hilft, Calcium in Lösung zu halten, damit es dort ankommt, wo es gebraucht wird, statt sich im Gewebe abzulagern. Die wichtigsten Lösungsmittel für Calcium und Magnesium im Blut sind aber Natrium und Kalium. Sinken sie, fällt Calcium aus dem Blut aus und lagert sich im Gewebe ab.
Die beiden sind also Partner. Zu viel Calcium behindert allerdings die Verwertung von Magnesium. Umgekehrt braucht Calcium genug Magnesium, um gut verwertet zu werden. Deshalb kommt es auf das Verhältnis der beiden an.
Was das Calcium-Magnesium-Verhältnis in der Haarmineralanalyse zeigt
Dr. Paul Eck hat das Verhältnis Blutzucker-Verhältnis genannt, heute heißt es oft auch Lifestyle-Verhältnis. Beide Namen beschreiben, was es spiegelt:
- •Blutzucker: Calcium und Magnesium haben mit der Regulation von Insulin zu tun. Ein unausgeglichenes Verhältnis geht deshalb oft mit Blutzuckerschwankungen einher, etwa mit Heißhunger oder Unterzucker.
- •Stress: Stress jeder Art verschiebt das Verhältnis, wohl über die Nebennieren und den Zuckerstoffwechsel. Das Stresshormon Cortisol hebt den Blutzucker.
- •Lebensstil: Ist das Verhältnis sehr hoch, steckt oft ein Lebensumstand dahinter, der dir nicht guttut. Das kann ein Job sein, eine Beziehung, ein Umfeld oder eine innere Haltung wie Wut oder Groll, an der man festhält. Der Körper reagiert auf eine empfundene Bedrohung, indem er schützendes Calcium aufbaut.
Wichtig ist auch, was das Verhältnis nicht zeigt: Es sagt nichts darüber, ob dir Calcium oder Magnesium absolut fehlt. Es zeigt, wie die beiden im Gewebe zueinander stehen.
Hohes Calcium-Magnesium-Verhältnis
Ein hohes Verhältnis heißt: Im Gewebe ist viel Calcium im Verhältnis zu Magnesium. Mögliche Gründe:
- •zu viele Kohlenhydrate, also zu viel Zucker und Stärke in der Ernährung. Das ist bei einer ersten Analyse der häufigste Grund. Es geht dabei um die Menge, nicht um Zucker an sich.
- •Stress, der den Zuckerstoffwechsel belastet
- •ein Lebensumstand oder eine Haltung, die dich festhält
- •zu wenig Magnesium, etwa durch Fertigkost oder Calciumpräparate ohne Magnesium
Die Beschwerden sind oft nicht deutlich. Auf Dauer neigt Calcium bei einem unausgeglichenen Verhältnis aber dazu, sich im Gewebe abzulagern, etwa in Gelenken, Gefäßen oder als Steine in Nieren und Galle.
Ein Sonderfall ist die Calcium-Schale: Calcium steigt im Haar sehr stark an. Calcium und Magnesium sind dann zum Teil nicht mehr verfügbar und lagern sich im Gewebe ab. Das passiert oft bei einem langsamen Stoffwechsel und erschöpften Nebennieren. Viele fühlen sich dann wie hinter einer Wand, gedämpft und abgeschirmt. Auch die Schilddrüse wird dadurch gebremst, wie ich in Schilddrüse und Nebenniere erkläre.
Niedriges Calcium-Magnesium-Verhältnis
Ein niedriges Verhältnis heißt: Im Verhältnis zu Magnesium ist wenig Calcium im Gewebe. Dann fehlt der beruhigende Puffer. Menschen mit einem niedrigen Verhältnis haben ihre Gefühle oft dicht unter der Oberfläche und reagieren schneller gereizt.
Ein niedriges Verhältnis zeigt sich oft bei einem schnellen Stoffwechsel. Dabei lösen Natrium und Kalium Calcium und Magnesium aus dem Gewebe und die Nieren scheiden sie aus. Ist gleichzeitig auch das Natrium-Kalium-Verhältnis niedrig, deutet das auf Erschöpfung und tieferen Stress hin. Wie Stress den Körper verändert, liest du in Stress messen.
Warum der Bluttest hier wenig hilft
Das Blut hält Calcium in sehr engen Grenzen. Fällt es, holt der Körper Calcium aus den Knochen und Zähnen und gleicht so aus. Ein normaler Calciumwert im Blut kann deshalb übersehen, dass im Hintergrund Knochen abgebaut werden oder sich Calcium im Gewebe ablagert. Auch ein guter Magnesiumwert im Blut sagt wenig darüber, wie viel Magnesium in den Zellen ist.
Die Haarmineralanalyse misst die Mineralien im Gewebe und zeigt, wie sie zueinander stehen. Gerade bei Calcium und Magnesium ist das aufschlussreicher als eine Momentaufnahme im Blut.
Was das Verhältnis aus dem Gleichgewicht bringt
- •Stress, körperlich wie mental, auch positiver Stress
- •Zu viele Kohlenhydrate
- •Fertigkost, die wenig Magnesium liefert
- •Softdrinks mit Phosphorsäure, die Calcium und Magnesium binden
- •Calciumpräparate ohne Magnesium, die den Magnesiumhaushalt weiter verschlechtern
- •Belastende Metalle: Blei und Cadmium verdrängen Calcium aus den Knochen. Woher sie kommen, liest du in Schwermetalle im Alltag.
- •Kupfer, das Calcium im Gewebe anhebt. Mehr dazu in Kupferüberschuss und Kupfertoxizität.
- •Medikamente: Entwässerungsmittel und die Pille können Magnesium senken, säurebindende Mittel stören die Calciumaufnahme.
Wie du das Calcium-Magnesium-Verhältnis ausgleichst
Ernährung nach Stoffwechseltyp: Wie viele Kohlenhydrate dir guttun, hängt davon ab, ob dein Stoffwechsel schnell oder langsam läuft. Das zeigt die Haarmineralanalyse.
Calcium und Magnesium zusammen, im passenden Verhältnis: Bei einem solchen Präparat kommt es weniger auf die Menge an als auf das Verhältnis der beiden. Calcium allein bringt das Gleichgewicht weiter durcheinander, Magnesium allein ebenso. Begleitstoffe wie Vitamin D, Vitamin K2 und Bor helfen, Calcium richtig einzubauen. Welche Zusammensetzung du brauchst, stimme ich in deinem Mineral-Balancing-Plan auf deine Werte ab.
Das Natrium-Kalium-Verhältnis mitdenken: Ist es ebenfalls aus dem Lot, arbeiten wir an beiden Verhältnissen gleichzeitig. Das Calcium-Magnesium-Verhältnis verbessert sich dann häufig mit.
Stress und Lebensumstände anschauen: Gerade ein sehr hohes Verhältnis zeigt oft, dass etwas losgelassen werden will. Mineralien allein lösen das nicht.
Geduld bei den Folgeanalysen: Während des Programms baut der Körper oft abgelagertes Calcium ab. Das kann Calcium und das Verhältnis in der nächsten Analyse vorübergehend sogar ansteigen lassen. Das ist ein gutes Zeichen. Weil Calcium und Magnesium außerdem Metalle wie Blei aus dem Körper verdrängen, zeigt eine Folgeanalyse oft, dass Blei ausgeschieden wird.
Ein Sonderfall: Four Lows. Sind Calcium, Magnesium, Natrium und Kalium gleichzeitig niedrig, fehlen dem Körper alle Puffer. Dann bekommen Calcium und Magnesium ein besonderes Gewicht, damit die Nebennieren zur Ruhe kommen. Mehr dazu in Burnout und das Four-Lows-Muster.
Du erkennst dich in Stress, Blutzuckerschwankungen oder innerer Unruhe wieder? In der kostenlosen Ursachenanalyse schauen wir uns gemeinsam deine Beschwerden an und ob eine Haarmineralanalyse für dich Sinn ergibt.
Kostenlose Ursachenanalyse buchenMehr zur Methode: Haarmineralanalyse: Was du herausfinden kannst
Quellen
- 1.Wilson L: Nutritional Balancing and Hair Mineral Analysis.
- 2.Analytical Research Labs: Calcium/Magnesium Ratio. Phoenix, Arizona.
- 3.Chatsworth C, Chatsworth L: Energy. Healthview, mit Beiträgen von Dr. Paul Eck.